ANW HESSEN
Jahresbrief_2018
18.01.2018 - 10:53




Definition Dauerwald

Der DAUERWALD
steht grundlegend für eine Waldgesinnung mit einer ganzheitlichen Betrachtung des Waldes als dauerhaftes, vielgestaltiges und dynamisches Ökosystem.
Aus dieser Haltung heraus gibt es handlungsleitende Grundsätze, die den Dauerwald mit seinen typischen Merkmalen als solchen entwickeln.

DAUERWALD ist

o ein dem Standort und der natürlichen Waldgesellschaft angepasster, gemischter, ungleichförmig strukturierter und ungleichaltriger Wald, in dem

o situativ und auf den Einzelbaum statt auf die Fläche bezogen die natürlichen Prozesse des Waldwachstums und der Walddynamik - der Regeneration, Mischung, Differenzierung und Strukturierung - beachtet und integriert werden,

o und dessen Vorrat sich durch den Prozess stetiger Eingriffe der Pflege und Ernte dauerhaft auf optimaler Höhe und in optimaler Verfassung und Qualität bewegt und in dem naturschutzfach-lich relevante Aspekte in Anerkennung der Systemstabilität weitestgehend beachtet und berücksichtigt werden.


Kennzeichen der Wirtschaft im Dauerwald sind:

 Dokumentation der Nachhaltigkeit (Vorrat / Struktur / Zuwachs / Nutzungspotential) durch geeignete Methoden der Waldinventur

 Die Schonung von Boden und Wasserhaushalt durch waldangepassten Technikeinsatz

 Natürliche Regeneration der Baum- Strauchschicht auf der ganzen Waldfläche durch die Entwicklung ökologisch und ökonomisch tragbarer Wilddichten

Der Dauerwald stellt unter ökonomischer und ökologischer Nachhaltigkeit die „best practice“ einer Waldbewirtschaftung dar.
Ausreichendes und qualifiziertes Personal ist dabei eine entscheidende Größe, um aus einer ganzheitlichen Betrachtung in der Praxis DAUERWÄLDER entstehen zu lassen.





Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft www.anw-hessen.de



weisstanne


gedruckt am 15.08.2018 - 05:17
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